Freitag, 30. November 2012

18. Jahrhundert Taschen

Langsam taste ich mich an ein Rokoko-Ensemble heran und eine sehr wichtige und einfach herzustellende Zutat sind die Taschen, die zur Unterwäsche gehören und kaum wegzudenken sind.
Durch Schlitze im Kleid und den Petticoats sind diese Täschchen zu erreichen. Ich werde sie natürlich für Handy, Schlüssel, Geld und etwas Schminke etc. benutzten aber damals hat man sie für allerlei benutzt, da es beinahe das einzig private war, was man für sich allein hatte.

Bis 1790 benutzte man diese Taschen, da die Mode sich ab 1790 stark änderte und Petticoats verschwanden (Regency). Ab dieser Zeit dienten Taschen dann auch als wichtiges Accessoire.

Victoria und Albert Museum
Diese Taschen aus bedruckter Baumwolle dienten mir als Vorbild - Vorallem in der Form.
Wie ihr seht, werden immer zwei Taschen angefertigt, welche dann durch eine Schnur oder Kordel um die Hüfte gebunden werden.
Diese Tasche scheint aus 4 Teilen zu bestehen, jedoch habe ich mich für ein zweiteiliges Modell entschieden und den Schlitz oben bloß herausgeschnitten.


Als Stoff habe ich eine Reststück genommen, welches ein Leinenmischstoff ist und mir aufgrund des Blumenmusters zugesagt hatte. Ich habe erst überlegt die Tasche zu besticken, da diese Taschen sehr häufig bestickt worden waren, jedoch fehlt mir die Zeit und eine Motividee hatte ich auch noch nicht wirklich, weshalb ich es erstmal so unbestickt lasse.
Zunächst habe ich mir einen 'Schnitt' auf ein altes Blatt Papier aufgezeichnet und dann zweimal die Vorderseite mit Schlitz und zweimal die Rückseite ohne Schlitz geschnitten. Zu beachten ist, dass die Tasche oben etwas länger sein muss, da sie noch als Tunnel umgeschlagen wird.

Um die Teile zu verbinden habe ich Schrägband genutzt, jedoch habe ich damit zuerst die Schlitze versäubert. Diese Naht habe ich mit der Hand genäht und die anderen mit der Maschine um Zeit zu sparen. Dann habe ich nur noch die Tunnel genäht indem ich es oben umgeschlagen und drübergesteppt habe, jedoch habe ich bei dem Schrägband für die Schlitze gestoppt um mehr Platz für die Öffnung zu lassen.
Und dann sind sie auch schon fertig.
Ein sehr schnelles und einfaches Projekt, dass zwischendurch beim Fernsehschauen angefertigt werden kann.
Eine Kordel oder Schnur habe ich noch nicht hindurch gezogen, weil ich keine passende zur Hand hatte. 


Samstag, 24. November 2012

Filzrock mit Cut-Outs


Carven

Rechts ist das original von Carven aus Wildleder mit gestanzten Cut-Outs.
In Wildleder wollte ich nicht investieren und daher ist es Filz geworden, wobei ich das für den Winter und den Herbst auch sehr passend finde. Macht den Rock kuschelig und der feste Stoff gibt ihm halt und somit eine schöne Form.

Ich habe einen Meter dunkelroten Filz gekauft, für ca. 4 Euro.
Einen Reißverschluss habe ich nicht genutzt, jedoch einen kleinen goldenen Knopf, den ich noch übrig hatte. Daher ein sehr preiswertes Projekt.

Aus dem einen Meter habe ich vier Rechtecke geschnitten, welche ich dann nach oben hin zugeschnitten habe (siehe Foto) um den Rock oben in der Taille passend zu machen ohne ihn raffen zu müssen.
Außerdem habe ich ein Taillenband geschnitten.
Heißt : 2x Taillenband + 4 Rockteile



Dann benötigt man für die Cut-Outs natürlich noch ein Motiv, welches man ausschneiden möchte. Dabei habe ich einfach eines von Google genommen und zwar dieses :












Ich habe es dann noch ein wenig verändert, da man drauf achten muss, dass nicht zu große Lücken herausgeschnitten werden. Sonst könnte der Rock instabil werden und dann fällt alles sehr seltsam.
Hier muss man also aufpassen!

Hier sind die veränderten Motive.
Einmal in groß und noch einmal das selbe in klein mit einigen Veränderungen und Vereinfachungen.
Dann wird das Motiv auf den Rock übertragen und ausgeschnitten !

Dazu habe ich eine Schere genutzt, da es mit dem Cuttermesser nicht so gut funktioniert hat. Viel Arbeit!



Das Projekt ist sehr zeitaufwändig, da man die Motive ja herausschneiden muss und dies auch alles sehr sauber gemacht werden muss, da es sonst nicht schön aussehen wird.

Ich hatte die einzelenen Rockbahnen schon aneinander genäht, aber es ist eigentlich praktischer wenn man es erst nach den Cut-Outs macht.
Und dann fehlt noch das Taillenband, welches hinten etwas übersteht und welches dann für das Knopfloch dient.



und hier die Bilder :




Darunter muss natürlich noch ein anderer Rock getragen werden. Zum Beispiel ein schwarzer Bleistiftrock

Montag, 5. November 2012

Halloween Burg Satzvey 2012

Hachja. Versprochen hatte ich eigentlich eine Art Tutorial, aber das habe ich völlig vergessen, denn : Am Halloweentag ging es drunter und drüber.
Meine Mutti hatte ein Kostüm bestellt, welches aber zu Halloween gar nicht angekommen ist und daher musste ein anderes gebastelt werden. Außerdem habe ich mich, meinen Freund und dessen Bruder geschminkt und das war alles zeitlich flott zu erledigen, da wir wieder zur Burg Satzvey gefahren sind (:



Bilder von letztem Jahr






Ich bin als Kriegskrankenschwester gegangen, meine Mutter als Knacki und mein Freund und dessen Bruder als Zombies.

Mein Kostüm ist nicht selbstgenäht, sondern gekauft und abgeändert. Die Kappe habe ich komplett auseinander genommen und neu genäht, da die Qualität solcher Kostüme immer zu wünschen übrig lässt.
Das Kostüm meiner Mutter ist ebenfalls gekauft und dann total verändert und mit Blut bespritzt worden. Das Mützchen hat Löcher für die Zöpfchen bekommen.
Mein Freund trug nur ein blutiges Shirt, mit eingebrannten Löchern und Moosflecken. Dazu eine alte Hose.
Sein Bruder trug dieses Jahr den Kittel meines Freundes aus dem letzten Jahr zusammen mit einer verrissenen Hose und einem blutigen Hemd.


Blutige Fingernägel - Tutorial :

Man benotigt mindestens 2 Farben und zwar schwarz und rot, wenn man blutige Nägel machen möchte und einen Schwamm.

1. Unterlack, damit der farbige Lack die Nägel nicht verfärbt.
2. Danach geht es auch schon los und zwar beginnt es mit rot. Etwas Lack aus der Flasche auf ein Papierchen geben und dann mit dem Schwamm etwas aufnehmen. Dabei ist zu beachten dass man nicht zu viel nimmt - sonst ist der Effekt nicht da.
3. Dann noch etwas schwarz hinzu. damit aber sparsamer sein !


Tipp : Dieses Design ist super einfach, aber es sieht auch nur gut aus, wenn man die Form variiert und jeder Nagel unterschiedlich aussieht. Einfach trauen !



Die Bilder des Abends :

Es war echt echt kalt. Deshalb haben meine Mutti und ich noch sehr sehr viele Schichten an Kleidung unter unseren Kostümen.



Spaßfoto :D













Zum Make-up hab ich kein Tutorial, aber ich denke, dass man es recht gut erkennen kann.
Weiße Grundierung, mit Babypuder matten. und dann die Konturen des Gesichts mit schwarzem Lidschatten nachziehen und somit auch die Gesichtsform 'ändern'.
Je unterschiedlicher die Seiten des Gesichts, desto kaputter sieht man aus!

Bei meinem Make-up zählt : weniger ist mehr. Ich hatte nur ein wenig Kunstblut um den Mund herum (was aber unabsichtlich durch die Küsschen passiert ist, sich aber als überaus gut herausstellte)
Bei meinem Freund und dessen Bruder zählt : weniger ist blöd!
Die beiden haben mit dem Kunstblut wieder übertrieben.

Meine Mutti hatte so praktische Aufklebe-Narben. Echt praktisch und sieht super aus !













Ich trug auch schwarze Kontaktlinsen.
Das ändert ja einiges. Damit bekommt man immer so schöne gruselige Puppenaugen.

Auf den Bildern sieht man jedoch meine grünen Augen dadurch, weil es Fotos mit Blitz sind.