Montag, 29. April 2013

Nadelfilzen mit Lisa

Meine Freundin Lisa und ich wollten eigentlich einen Kurs im Korbflechten machen, jedoch war dieser Kurs schon voll und deshalb wollten wir etwas anderes probieren, weil wir dringend irgendein Projekt starten wollten.
Zufällig habe ich ein Video bei Youtube gesehen, in dem gefilzt wurde.
Dann habe ich mich etwas erkundigt und habe Nadelfilzen gefunden.
Das Kunstgeschäft in meiner Stadt hatte die Nadeln für ca. 2,50€ und Filzwoll-Pakete für 5€ mit jeweils ca. 5 Farben der selben Farbrichtung. Da wir jedoch bloß wenig Filzwolle brauchten und auch mehrere Farben wollten um bloß kleine Anhänger oder Tierchen zu machen, waren die Pakete für uns eher unpraktisch.

Dann ist mir eingefallen, dass die Mutter des Freundes meiner Cousine Kleidung filzt.
Ich schrieb sie an um zu fragen ob sie einen Geheimtipp für mich hätte, wo man die Wolle sehr preiswert bekommt und sie bot mir und meiner Freundin an in ihr Atelier zu kommen, wo wir uns etwas Wolle aussuchen durften.
Sie gab uns viele Reste und Lisa und ich durften uns aus ihrer schönen Sammlung vieles aussuchen und zahlten dann für unseren bunten Haufen Merinowolle 5€. Davon hatten wir auf jeden fall mehr als von dem 5€ Paket des Kunstladens.
Schaut euch ihre Seite an. Sie hat sehr viele schöne Kleidungsstücke und bietet auch Kurse an :
http://www.el.vira.de.vu/

Lisa beim Filzen


Lisa und ich fingen am selben Tag erst einmal leicht an und wollten Schlüsselanhänger filzen. Da das erste mal war dass wir filzten, haben wir zunächst mit Plätzchenförmchen gearbeitet, um die Form der Herzen schön zu bekommen und ein Gefühl fürs Filzen zu bekommen.

Man nimmt praktisch bloß die Wolle, rollt oder stopft sie in die Form und sticht dann mit der Filznadel, die Widerhaken hat, immer wieder in die Wolle bis sie sich verfilzt.
Man sollte einen Schwamm drunter legen, damit man die Nadel nicht immer auf die Tischplatte knallen lässt.

Das Ergebnis war sehr gut und es war erstreckend einfach, jedoch hat es sehr lang gedauert, da wir uns nicht so getraut haben direkt sehr schnell und feste mit der Nadel zu arbeiten.






Dies ist Lisas erstes Filzergebnis. Sie hat die Herzchen mit Plätzchenformen gefilzt und dann das kleine auf das große gelegt und zusammen gefilzt. Sie hat etwas Wolle dazwischen gelegt, damit es besser hält.
Hinten drauf hat sie die Anfangsbuchstaben von sich und ihrer Mutter eingefilzt. Sehr süß !



Um Schlüsselbänder herzustellen haben wir Schmuckteile aus meiner Sammlung benutzt. Ich habe zum Beispiel zwei relativ flache rote Herzchen gefilzt, eine goldene Kette dazwischen gelegt, welche unten noch etwas herausragt und dann habe die die Herzchen zusammengefilzt. Somit ist die Kette drin und kann nicht mehr weg.

Oben ragt die Kette hinaus, die auf die erwünschte Größe gekürzt werden muss. Dann fügt man einen Verschluss hinzu und nah an dem gefilzten eine Verbindungsöse. Dann kann man die Kette um den Schlüsselbund legen und mit dem Verschluss verschließen.



Dies ist mein erstes Filzergebnis.

Nachdem das mit dem Herz gut geklappt hat, wollte ich etwas mehr probieren und habe den Hasen hinzugefügt.
Ich habe die Wolle auf das Herz gelegt und dann in Form gefilzt. Schwarz und Rosa ist auch Filzwolle.


Unten habe ich noch den Uhranhänger angebracht, da es mich mit dem Hasen etwas an Alice im Wunderland erinnert hat.



Ich möchte euch kurz zeigen was wir auch noch versucht haben. Und zwar haben wir Draht eingefilzt, damit der Hund von Lisa, der ihrem eigenen echten Hund nachempfunden ist, stehen kann.





Zudem haben wir Kleidung befilzt. Lisa hat zwei Tulpen auf ein Top gefilzt. Es ist die selbe Technik, bloß dass man den Schwamm zwischen die beiden Lagen des Tops legen muss und auch von links einmal filzen sollte, damit es sich wirklich gut in dem Stoff verhakt.



Ich habe einen Rock zugeschnitten und wollte ihn befilzen, jedoch hat dies nicht funktioniert.
Ich wollte einen Rock von Augusta Auctions nähen, auf dem ein Reitturnier ist, jedoch ging es auf dem Stoff den ich wollte nicht.
Durch das einstechen mit der Nadel haben sich die Fäden des Stoffes verzogen und nun hat es ganz viele Huggel und ist zusammengezogen. Das sieht nicht schön aus und lässt sich leider nicht ausbügeln.
Dieses Projekt muss ich dann anders verwirklichen.


Lisa hat auch noch eine hübsche Kette gefilzt. Es ist eine Schleife, die an einer recht kurzen Kette hängt und somit sieht es so aus als ob es zum Oberteil gehört.



Für mich und meinen Freund habe ich noch zwei Eulen gefilzt, da wir beide Eulen sehr mögen, er mir ein Buch über eine kleine Eule geschenkt hat, ich wegen ihm einen Uhu streicheln durfte und wir neulich sogar beim Auto fahren eine Eule getroffen haben.
Hinten sind unsere Anfangsbuchstaben eingefilzt und die Kugeln sind auch aus Filzwolle gefilzt.

Samstag, 27. April 2013

rotes Renaissance Kleid für Mutti : Part 3 + selbstgemachte Ringe :

Part 1  Part 2  Part 4

Die Ärmel :

Die Ärmel sind nach keinem Schnittmuster gearbeitet, sondern einfach so erstellt. Sie sind unter dem Arm weit ausgeschnitten und ab der Armbeuge offen. Am Handgelenk gehen sie dann wieder zusammen, so dass in der Lücke das Unterkleid hinausguckt.

Unten ist eine breite Borte angebracht, die auch am Oberteil des Kleides ist und eine kleine Borte.

Links und rechts sind handgenähte Ösen, durch die man Schnur zieht um die Ärmel um die Handgelenkte zu binden.

Die Ärmel werden dann auch mit Schnur an das Oberteil befestigt und sind somit annestelbar.


_____________________________________________

Selbstgemachte Ringe/Fibeln :

Dazu braucht man kleine Ringe, durch die man die Schnur zieht. Ich habe sie selbst gemacht und zeige euch kurz wie es geht.
Man könnte auch die Fibel von Hafteln nehmen, jedoch ist es meiner Meinung nach Verschwendung, da man die Agraffe nicht mehr nutzen kann.

Man benötigt :
- einen Stift oder etwas anderes in dem Druchmesser, den man für die Ringe möchte.
- etwas Draht. ich habe Blumendraht benutzt, da der recht dick ist und sich nicht so schnell verformt
- Zangen oder eine Schere


1. Man legt den Draht um den Stift


2. Man dreht den Draht recht eng um den Stift. Ungefähr 2 mal


3. Dann knipst man den Draht ab


4. Dann hat man einen Ring mit abstehenden Enden.


5. Man knipst die Enden an den Ring an


6. Dann hat man fertige Ringe




 _____________________________________________

Die Ringe bringt man dann an das Oberteil und an die Ärmel an, damit man es nachher schnüren kann.




Das Kleid wurde noch sehr verändert, nach dem letzten Post:

Am Rock habe ich noch diese Streifen rundherum angebracht, die aus dem selben Stoff sind wie die Ärmel.
Ich habe diese Steifen zunächst ausgeschnitten, dann die Kanten umgebügelt und dann mit der Hand und braunem Faden auf das Kleid genäht - sehr viel Arbeit!


Dann wurde am Oberteil zu der einen Borte, die schon zuvor dran gemacht wurde, noch andere Borten hinzugefügt.
Etwas braune, wie am Rockteil und dann noch einmal die Borte.

Meine Mutti hat dann noch die etwas glänzende Borte angebracht.



Dienstag, 9. April 2013

rotes Renaissance Kleid für Mutti : Part 2

Part 1  Part 3  Part 4

Das Kleid bekam also einen Rock, der vorne geöffnet geblieben ist.
Der Rock besteht aus drei Teilen. Hinten ein großes Teil und dann jeweils links und rechts eine Seitennaht. Befestigt ist der durch anreihen und steppen mit der Maschine und danach durch Versäuberung mittels der OverLock.


Die Kanten vorne sind versäubert durch doppeltes Umschlagen und dann drüber steppen per Hand. Der Saum ist rundherum ebenfalls so gearbeitet.

Zudem habe ich das Oberteil mit einer Borte versehen, die meine Mutter aussuchte und die ich mit der Nähmaschine angenäht habe. Da die Teile nicht mehr so lang waren musste ich etwas stückeln, jedoch fällt es nicht auf, da ich das Muster eingehalten habe.

Meine Mutter hat vorne kleine Knopflöcher bzw. Ösenlöcher mit der Hand genäht, damit man das Oberteil dort schnüren kann.








Samstag, 6. April 2013

Namensbänder








Da ich nun schon recht viele Stücke genäht habe und auch für andere nähe, wäre etwas wie eine Kennzeichnung oder Markierung sehr schön.

Ich habe mich daraufhin etwas im Internet umgeschaut und unter recht vielen Seiten, die das Herstellen solcher Etiketten anbieten, habe ich mich für Dortex entschieden.
Das Angebot passte sehr gut auf meine Vorstellungen, was eventuell der einzige Grund ist weshalb ich mich für diese Seite entschieden habe. Preislich sind sie alle beinahe identisch und die Qualität kannte ich bei allen noch nicht.

Ich bestellte dort 100 Namensbänder für 25,95 €. Ein fairer Preis!

Es sind Baumwollbänder mit meinem eingewebtem Namen.




So sieht eines der Bänder eingenäht aus. Sehr schön !
Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität. Es ist wirklich schön gearbeitet, recht schlicht, aber dennoch sehr elegant und passend zu allerlei Kleidungsstücken.